Am Sonntagnachmittag wurden die Freiwilligen Feuerwehren Bad Salzungen Stadtmitte und Tiefenort gemeinsam mit der Wasserwacht, dem Rettungsdienst und der Polizei zu einer möglichen Person im Wasser am Burgsee alarmiert.

Die Meldung über eine möglicherweise vermisste Person im Wasser ging über die Wasserwacht bei der Leitstelle ein, welche gerade beim HGV Kinderfest war. Da nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden konnte, dass sich tatsächlich eine Person im Burgsee befand, wurde eine umfangreiche Suche eingeleitet.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte begann gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Tiefenort die wasserseitige Suche. Hierzu kamen unter anderem zwei Rettungsboote zum Einsatz. Parallel wurden die Uferbereiche kontrolliert und die weiteren Maßnahmen eng mit der Wasserwacht abgestimmt.

Parallel durchsuchten Wasserretter der Wasserwacht nochmals intensiv den rund fünf Meter breiten Schilfgürtel, in dem die Meldung eintraf. Dabei konnte abschließend ausgeschlossen werden, dass sich dort eine Person im Wasser beziehungsweise im Uferbereich befand.

Insgesamt waren am Sonntagnachmittag knapp 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei rund zwei Stunden im Einsatz.

„Herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte sowie für die tolle Absprache mit der Wasserwacht“, so Stadtbrandmeister Jörg Krause am Sonntagabend.

Am Donnerstag, den 10. September 2026, findet der diesjährige bundesweite Warntag statt. Der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen dient dazu, die verschiedenen Warnsysteme in Deutschland zu erproben und die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen.

Um 11:00 Uhr wird eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) ausgelöst. Die Warnung wird unter anderem über Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA sowie Cell Broadcast verbreitet.

Auch in Bad Salzungen und den Ortsteilen werden die vorhandenen Sirenen ausgelöst. Damit werden neben den digitalen Warnwegen auch die örtlichen Warnmittel getestet.

Gegen 11:45 Uhr ist die Entwarnung vorgesehen.

Ziel des bundesweiten Warntags ist es, die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme zu überprüfen, auf die verschiedenen Warnmittel aufmerksam zu machen und die Bedeutung von Warnungen in Notlagen stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Bad Salzungen stärkt Warninfrastruktur zum Schutz der Bevölkerung

Stadt investiert in moderne Sirenentechnik und baut Warnsystem im gesamten Stadtgebiet weiter aus

Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für die Stadt Bad Salzungen einen hohen Stellenwert. Deshalb wird die Warninfrastruktur im gesamten Stadtgebiet Schritt für Schritt modernisiert und ausgebaut. Ziel ist es, die Bevölkerung im Falle von Gefahrenlagen schnell und zuverlässig warnen und gleichzeitig die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicher alarmieren zu können.

Derzeit verfügt die Stadt Bad Salzungen über insgesamt 22 Sirenen. 15 davon sind Motorsirenen. Während bislang lediglich am Standort Tiefenort, Heiligkreuz 32, eine moderne elektronische Sirene vorhanden war, konnten in diesem Jahr bereits sechs weitere Sirenen ausgetauscht beziehungsweise modernisiert werden.

Warnung auch bei Großschadenslagen sicherstellen

Die Anforderungen an eine leistungsfähige Warninfrastruktur sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ereignisse wie das verheerende Hochwasser im Ahrtal oder die großen Waldbrände in der Sächsischen Schweiz und auf der Saalfelder Höhe haben bundesweit gezeigt, wie wichtig eine schnelle und zuverlässige Warnung der Bevölkerung ist.

Auch in Bad Salzungen soll deshalb sichergestellt werden, dass die Menschen im gesamten Stadtgebiet im Ernstfall erreicht werden können. Bestehende Sirenen, die über eine ausreichende Reichweite verfügen, sollen auf die digitale Ansteuerung über das TETRA-BOS-Digitalfunknetz umgerüstet werden. Gleichzeitig werden Bereiche, die bislang nicht ausreichend durch Sirenen abgedeckt sind, mit neuen Anlagen ausgestattet. Wo erforderlich, werden vorhandene Sirenen durch leistungsstärkere Systeme ersetzt.

Der Fachbereich Bürgerdienstleistungen / Brandschutz hat dazu in enger Abstimmung mit der Stadtbrandleitung eine Planung für die zukünftige Warninfrastruktur entwickelt.

Bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt

Bereits seit 2022 setzt die Stadt auf die Modernisierung ihrer Sirenen. In diesem Jahr wurden erstmals Fördermittel für das Vorhaben beantragt. Mit deren Unterstützung konnten elf Sirenen in Tiefenort, Oberrohn, Dönges, Langenfeld, Wildprechtroda, Witzelroda, Möhra, Waldfisch und Etterwinden auf die digitale Ansteuerbarkeit umgerüstet werden.

Darüber hinaus erhielt die Stadt Fördermittel für den Neubau von sechs Sirenen. In Frauensee, Hämbach, Kaltenborn, Gumpelstadt, Unterrohn und Tiefenort konnten dadurch neue und leistungsstarke Sirenen errichtet werden.

Auch in der Kernstadt sind weitere Maßnahmen vorgesehen. Die Sirenen am Kirchplatz und in der Leimbacher Straße sollen ebenfalls auf die digitale Ansteuerung umgerüstet werden.

Sieben weitere Sirenen für Kernstadt und Kloster geplant

Um künftig auch die gesamte Kernstadt sowie den Ortsteil Kloster ausreichend abdecken zu können, sind sieben weitere neue Sirenen erforderlich. Auch für diese Neubauten hat die Stadtverwaltung Fördermittel beantragt.

Mit den bereits umgesetzten Maßnahmen und dem geplanten weiteren Ausbau wird die Warninfrastruktur im gesamten Stadtgebiet deutlich verbessert. Die Stadt Bad Salzungen schafft damit wichtige Voraussetzungen, um ihre Bürgerinnen und Bürger auch bei außergewöhnlichen Ereignissen schnell und zuverlässig informieren und warnen zu können.

„Eine funktionierende Warninfrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Gefahrenlagen jederzeit und auch unerwartet auftreten können. Deshalb ist es uns wichtig, die technischen Voraussetzungen kontinuierlich zu verbessern und die Menschen im Stadtgebiet im Ernstfall zuverlässig erreichen zu können“, so der Hauptamtlich Erste Beigeordnete, Hannes Knott.

Sirenensignale kennen und richtig reagieren

Damit Warnungen ihre Wirkung entfalten können, ist es wichtig, dass die Bevölkerung die unterschiedlichen Sirenensignale kennt.

In Deutschland gelten folgende Signale:

  • Warnung: einminütiger, auf- und abschwellender Ton

  • Entwarnung: einminütiger, gleichbleibender Ton

  • Alarmierung der Feuerwehr: drei Töne von jeweils 12 Sekunden Dauer mit jeweils 12 Sekunden Pause zwischen den Tönen

Die Stadt Bad Salzungen wird den Ausbau der Warninfrastruktur weiter vorantreiben. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung und stärkt zugleich die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet.

Quelle: Stadt Bad Salzungen

Am Samstagabend, dem 22. August 2026, wurde die Feuerwehr Bad Salzungen – Wache 5 um 22:21 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 62 bei Hämbach alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Insgesamt befanden sich sechs Personen in den beiden Fahrzeugen. Fünf von ihnen wurden bei dem Unfall verletzt, eine Person davon schwer.

Der Schwerpunkt unseres Einsatzes lag auf der Menschenrettung sowie der schweren technischen Hilfeleistung. Um ein sicheres Arbeiten aller eingesetzten Kräfte zu gewährleisten, wurde die B62 im betroffenen Bereich vollständig gesperrt und die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Gleichzeitig stellten wir den Brandschutz an den verunfallten Fahrzeugen sicher.

An einem der beteiligten Fahrzeuge war eine aufwendige technische Rettung erforderlich. Mithilfe von hydraulischem Rettungsgerät, unter anderem Schere und Spreizer, wurde ein geeigneter Rettungsweg geschaffen, um die schwer verletzte Person möglichst schonend aus dem Fahrzeug befreien zu können. Dabei arbeiteten Feuerwehr und Rettungsdienst eng zusammen. Während der gesamten Rettungsmaßnahmen unterstützten wir die medizinische Versorgung und schufen die notwendigen Voraussetzungen für eine sichere Übergabe an den Rettungsdienst.

Die schwer verletzte Person wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in eine Klinik geflogen. Vier weitere Beteiligte erlitten nach bisherigen Erkenntnissen leichtere Verletzungen und wurden ebenfalls durch den Rettungsdienst versorgt.

Neben vier Fahrzeugen aus Tiefenort/Unterrohn der Wache 5 war auch die Feuerwehr Leimbach vor Ort. Gemeinsam mit den Kräften des Rettungsdienstes, dem Rettungshubschrauber sowie weiteren beteiligten Einheiten waren zeitweise fast 50 Einsatz- und Rettungskräfte an der Unfallstelle tätig.

Auch nach Abschluss der eigentlichen Menschenrettung stellten wir weiterhin die Absicherung und Ausleuchtung der Einsatzstelle sicher und unterstützten die weiteren Maßnahmen vor Ort. Aufgrund des Unfallgeschehens blieb die B62 zwischen Leimbach und Hämbach für mehrere Stunden vollständig gesperrt.

Während viele Besucherinnen und Besucher nach dem erfolgreichen „Songs an einem Sommerabend“ den Abend ausklingen ließen, schrillten gegen 22:00 Uhr bei unseren Einsatzkräften die Sirenen, Meldeempfänger und Alarmierungs-Apps.

Ein starkes Unwetter, das kurz vor 22:00 Uhr über das Stadtgebiet von Bad Salzungen zog, sorgte innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche Einsatzstellen. Unsere Einsatzkräfte der Wache 1 – Stadtmitte, Wache 2 – Kaltenborn und Wache 8 – Moorgrund waren daraufhin nahezu gleichzeitig an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet sowie den Ortsteilen gefordert.

Innerhalb von knapp drei Stunden arbeiteten wir mehr als 20 unwetterbedingte Einsätze ab. Das Einsatzspektrum war dabei vielfältig: Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Wege, Fahrbahnen waren verschmutzt, verstopfte Straßenabläufe führten zu Wasseransammlungen und mehrere Keller waren vollgelaufen. Darüber hinaus mussten ausgelöste Brandmeldeanlagen kontrolliert werden.

An den verschiedenen Einsatzstellen beseitigten wir umgestürzte Bäume mit Motorkettensägen, pumpten Wasser aus Gebäuden, öffneten und reinigten verstopfte Straßenabläufe und beseitigten weitere Gefahrenstellen. Die Einsatzlagen wurden fortlaufend aus der Feuerwehreinsatzzentrale in Bad Salzungen koordiniert und nach ihrer jeweiligen Dringlichkeit abgearbeitet.

Insgesamt waren knapp 50 Einsatzkräfte unserer städtischen Feuerwehren im Einsatz.

Gegen 01:30 Uhr waren schließlich alle gemeldeten Einsatzstellen abgearbeitet. Für unsere Einsatzkräfte bedeutete dies jedoch noch lange nicht das Ende der Nacht.

Denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.

Zurück in den Gerätehäusern begann die umfangreiche Nachbereitung. Fahrzeuge und eingesetzte Geräte mussten gereinigt, verbrauchtes Material ergänzt und die Einsatzfahrzeuge wieder vollständig bestückt werden. Erst nachdem Fahrzeuge und Ausrüstung wieder einsatzbereit waren, konnte auch für die letzten Einsatzkräfte die Unwetternacht beendet werden.

 

Am Donnerstagnachmittag eilten unsere Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Salzungen zu einem größeren Feldbrand nahe Merkers. Die Einheiten Bad Salzungen-Stadtmitte und Tiefenort-Unterrohn unterstützten gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren aus der Region die aufwendigen Löscharbeiten.

Kurz nach 14 Uhr waren die ersten Feuerwehren zu einem brennenden Mähdrescher auf einem Feld in der Nähe des Erlebnisbergwerks Merkers alarmiert worden. Von der landwirtschaftlichen Maschine aus griffen die Flammen auf das umliegende Feld über. Durch den sich drehenden Wind breitete sich das Feuer später zudem auf eine benachbarte, noch nicht abgeerntete Fläche aus.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden zusätzliche Kräfte angefordert. Darunter befanden sich auch die Feuerwehren Bad Salzungen-Stadtmitte und Tiefenort/Unterrohn.

Unsere Einsatzkräfte unterstützten die bereits vor Ort tätigen Feuerwehren bei der Eindämmung des Flächenbrandes. Aufgrund der trockenen Vegetation und der wechselnden Windrichtung bestand die Gefahr, dass sich das Feuer weiter ausbreiten könnte.

Gemeinsam mit den anderen eingesetzten Einheiten wurden die Brandflächen abgelöscht und Glutnester kontrolliert. Ein besonderes Augenmerk lag darauf, ein weiteres Übergreifen der Flammen auf angrenzende Felder zu verhindern.

Die Einsatzlage erforderte eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Feuerwehren. Neben den Kräften aus Bad Salzungen waren unter anderem die Feuerwehren aus Merkers, Dorndorf, Dietlas, Kieselbach und Vacha im Einsatz. Auch die Feuerwehrtechnische Zentrum des Wartburgkreises war in die Maßnahmen eingebunden.

Eine besondere Herausforderung stellte die Versorgung mit Löschwasser dar. Da sich der Brand mitten auf den landwirtschaftlichen Flächen befand, mussten lange Schlauchleitungen verlegt werden.

Die Entfernung zu geeigneten Wasserentnahmestellen erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich. Deshalb waren sowohl eine gute Koordination als auch der gezielte Einsatz der verfügbaren Fahrzeuge und Kräfte notwendig.

Unterstützung erhielten die Feuerwehren auch durch den Bauhof. Der Rettungsdienst befand sich ebenfalls an der Einsatzstelle. Zudem machte sich der Bürgermeister vor Ort ein Bild von der Lage und vom Verlauf der Löscharbeiten.

Neben dem Feldbrand musste auch der ursprünglich in Brand geratene Mähdrescher weiter gekühlt und abgelöscht werden. Die Maschine wurde unter anderem durch uns mit Löschschaum behandelt, um verbliebene Glutnester zu erreichen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Für das kommende Wochenende wird Waldbrandgefahrenstufe 4 erwartet – besondere Vorsicht in Wäldern und auf trockenen Flächen

Die Feuerwehr Bad Salzungen warnt die Bevölkerung vor einer hohen Waldbrandgefahr in der Region. Nach Angaben des Thüringer Forstamts Bad Salzungen wird für das kommende Wochenende aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen die Waldbrandgefahrenstufe 4 erwartet.

Diese Stufe bedeutet eine hohe Waldbrandgefahr. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um trockenes Gras, Laub oder Unterholz zu entzünden. Unter den derzeitigen Bedingungen können sich Brände innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und sowohl den Wald als auch Menschen, Tiere und angrenzende Ortschaften gefährden.

Die meisten Waldbrände entstehen nicht durch natürliche Ursachen, sondern durch menschliches Fehlverhalten. Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, heiße Asche, Funkenflug oder auf trockenem Gras abgestellte Fahrzeuge können verheerende Folgen haben.

Die Feuerwehr Bad Salzungen bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher unserer Region eindringlich um besondere Vorsicht.

Diese Regeln müssen unbedingt beachtet werden:

  • Offenes Feuer ist im Wald und in einem Abstand von bis zu 100 Metern zum Wald grundsätzlich verboten. Auch das Rauchen im Wald ist untersagt.
  • Fahrzeuge dürfen keinesfalls auf trockenem Gras, Wiesenstreifen oder Waldboden abgestellt werden. Heiße Fahrzeugteile, insbesondere der Katalysator, können die trockene Vegetation entzünden.
  • Zigarettenstummel dürfen niemals aus Fahrzeugen oder Zügen geworfen werden.
  • Ebenso darf kein Müll im Wald zurückgelassen werden. Glasscherben und andere Gegenstände stellen nicht nur eine Belastung für die Natur dar, sondern können die Brandgefahr zusätzlich erhöhen.
  • Waldwege, Zufahrten und Rettungswege müssen jederzeit freigehalten werden. Falsch abgestellte Fahrzeuge können im Ernstfall die Anfahrt der Feuerwehr behindern und wertvolle Zeit kosten.
  • Öffentliche Grillplätze und Feuerstellen im Zuständigkeitsbereich des Forstamts können ab Waldbrandgefahrenstufe 4 vorsorglich gesperrt werden. Darüber hinaus können besonders gefährdete Waldgebiete durch die Forstbehörden zeitweise vollständig gesperrt werden. Entsprechende Hinweise und Verbote sind unbedingt zu beachten.

Bei Rauch oder Feuer sofort die 112 wählen!

Wer Rauch, Feuerschein oder einen Brand im Wald beziehungsweise auf einer trockenen Fläche bemerkt, muss unverzüglich den Notruf 112 verständigen.

Für eine schnelle und gezielte Alarmierung benötigen die Einsatzkräfte möglichst genaue Angaben:

  • Wo befindet sich der Brand?
  • Was brennt?
  • Wie groß ist das Feuer?
  • Sind Menschen oder Tiere gefährdet?
  • Aus welcher Richtung ist die Brandstelle erreichbar?

Wer den Notruf absetzt, sollte für Rückfragen erreichbar bleiben und die Anweisungen der Leitstelle befolgen.

Eigene Löschversuche dürfen nur bei kleinen Entstehungsbränden und ausschließlich dann unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Gesundheit besteht. Bringen Sie sich niemals selbst in Gefahr. Feuer und Rauch können sich schnell und unberechenbar ausbreiten.

Jeder Einzelne kann Waldbrände verhindern

Auch in der Region um Bad Salzungen ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Waldbränden gekommen. Solche Einsätze können schnell umfangreiche Kräfte von Feuerwehr, Forst, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen binden.

Waldbrände verursachen nicht nur erhebliche wirtschaftliche und ökologische Schäden. Sie bedrohen den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und können durch Rauch, Hitze und eine schnelle Brandausbreitung auch Menschenleben gefährden.

Die Feuerwehr Bad Salzungen appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger: Handeln Sie umsichtig, beachten Sie Verbote und melden Sie verdächtige Rauchentwicklungen frühzeitig. Bitte sprechen Sie auch andere Menschen freundlich an, wenn Sie ein gefährliches Verhalten beobachten.

Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe wird täglich aktualisiert und kann auf der Internetseite von ThüringenForst abgerufen werden.

Am Freitag, dem 24. Juli, wurden unsere Kameraden der Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte um 15:01 Uhr zu einem Waldbrand außerorts im Bereich eines Waldweges an der Straße „Luxenburg“ alarmiert. Ein Anrufer hatte schwarzen Rauch aus dem Waldgebiet wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt.

Vor Ort brannten auf einer Fläche von rund 225 Quadratmetern trockenes Gestrüpp sowie Teile des Waldbodens. Die Brandstelle befand sich an einem schwer zugänglichen Steilhang. Um ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle zu fördern, musste eine etwa 300 Meter lange Schlauchleitung verlegt werden.

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des steilen Geländes und der körperlich anspruchsvollen Bedingungen besonders kräftezehrend. Zur sicheren Durchführung der Maßnahmen mussten sich die eingesetzten Feuerwehrleute mit spezieller Ausrüstung gegen Absturz sichern.

Drei durch das Feuer beschädigte Bäume wurden gefällt, da von ihnen eine Gefahr für die Einsatzkräfte und das umliegende Waldgebiet ausging. Ein zuständiger Förster unterstützte die Maßnahmen vor Ort.

Die Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte war mit vier Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften im Einsatz. Der Einsatz konnte gegen 18:30 Uhr beendet werden.

Für die Kameradinnen und Kameraden war es bereits der dritte Einsatz an diesem Freitag. Bereits in der Nacht gegen 03:30 Uhr brannte ein Gebüsch am Burgsee. Am Nachmittag folgte zudem eine Auslösung der Brandmeldeanlage in einer Schule in Bad Salzungen. Damit waren unsere Einsatzkräfte über den gesamten Tag hinweg stark gefordert.

Aufgrund starker Regenfälle wurden wir im Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen Langenfeld und Hohleborn zu insgesamt 14 wetterbedingten Einsätzen alarmiert.

Wir pumpten vollgelaufene Keller aus, beseitigten Überschwemmungen und entfernten umgestürzte Bäume. Zudem reinigten und sperrten wir mehrere Fahrbahnabschnitte, die durch angeschwemmten Schlamm verunreinigt worden waren.

Am Donnerstag wurden wir zu einer Ölspur im Stadtgebiet von Bad Salzungen alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt stellte sich heraus, dass die Verunreinigung deutlich größer war als zunächst angenommen. Daher forderten wir weitere Einsatzkräfte aus den Ortsteilen zur Unterstützung an.

Die Ölspur erstreckte sich von der Hersfelder Straße bis nach Frauensee. Wir sicherten die betroffenen Bereiche, brachten Ölbindemittel auf und nahmen die gebundenen Betriebsstoffe anschließend auf.

Zum Schutz unserer Einsatzkräfte mussten einzelne Straßenabschnitte zeitweise vollständig gesperrt werden. Dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Wir bedanken uns bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Geduld.