Am Donnerstagnachmittag eilten unsere Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Salzungen zu einem größeren Feldbrand nahe Merkers. Die Einheiten Bad Salzungen-Stadtmitte und Tiefenort-Unterrohn unterstützten gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren aus der Region die aufwendigen Löscharbeiten.

Kurz nach 14 Uhr waren die ersten Feuerwehren zu einem brennenden Mähdrescher auf einem Feld in der Nähe des Erlebnisbergwerks Merkers alarmiert worden. Von der landwirtschaftlichen Maschine aus griffen die Flammen auf das umliegende Feld über. Durch den sich drehenden Wind breitete sich das Feuer später zudem auf eine benachbarte, noch nicht abgeerntete Fläche aus.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden zusätzliche Kräfte angefordert. Darunter befanden sich auch die Feuerwehren Bad Salzungen-Stadtmitte und Tiefenort/Unterrohn.

Unsere Einsatzkräfte unterstützten die bereits vor Ort tätigen Feuerwehren bei der Eindämmung des Flächenbrandes. Aufgrund der trockenen Vegetation und der wechselnden Windrichtung bestand die Gefahr, dass sich das Feuer weiter ausbreiten könnte.

Gemeinsam mit den anderen eingesetzten Einheiten wurden die Brandflächen abgelöscht und Glutnester kontrolliert. Ein besonderes Augenmerk lag darauf, ein weiteres Übergreifen der Flammen auf angrenzende Felder zu verhindern.

Die Einsatzlage erforderte eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Feuerwehren. Neben den Kräften aus Bad Salzungen waren unter anderem die Feuerwehren aus Merkers, Dorndorf, Dietlas, Kieselbach und Vacha im Einsatz. Auch die Feuerwehrtechnische Zentrum des Wartburgkreises war in die Maßnahmen eingebunden.

Eine besondere Herausforderung stellte die Versorgung mit Löschwasser dar. Da sich der Brand mitten auf den landwirtschaftlichen Flächen befand, mussten lange Schlauchleitungen verlegt werden.

Die Entfernung zu geeigneten Wasserentnahmestellen erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich. Deshalb waren sowohl eine gute Koordination als auch der gezielte Einsatz der verfügbaren Fahrzeuge und Kräfte notwendig.

Unterstützung erhielten die Feuerwehren auch durch den Bauhof. Der Rettungsdienst befand sich ebenfalls an der Einsatzstelle. Zudem machte sich der Bürgermeister vor Ort ein Bild von der Lage und vom Verlauf der Löscharbeiten.

Neben dem Feldbrand musste auch der ursprünglich in Brand geratene Mähdrescher weiter gekühlt und abgelöscht werden. Die Maschine wurde unter anderem durch uns mit Löschschaum behandelt, um verbliebene Glutnester zu erreichen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Für das kommende Wochenende wird Waldbrandgefahrenstufe 4 erwartet – besondere Vorsicht in Wäldern und auf trockenen Flächen

Die Feuerwehr Bad Salzungen warnt die Bevölkerung vor einer hohen Waldbrandgefahr in der Region. Nach Angaben des Thüringer Forstamts Bad Salzungen wird für das kommende Wochenende aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen die Waldbrandgefahrenstufe 4 erwartet.

Diese Stufe bedeutet eine hohe Waldbrandgefahr. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um trockenes Gras, Laub oder Unterholz zu entzünden. Unter den derzeitigen Bedingungen können sich Brände innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und sowohl den Wald als auch Menschen, Tiere und angrenzende Ortschaften gefährden.

Die meisten Waldbrände entstehen nicht durch natürliche Ursachen, sondern durch menschliches Fehlverhalten. Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, heiße Asche, Funkenflug oder auf trockenem Gras abgestellte Fahrzeuge können verheerende Folgen haben.

Die Feuerwehr Bad Salzungen bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher unserer Region eindringlich um besondere Vorsicht.

Diese Regeln müssen unbedingt beachtet werden:

  • Offenes Feuer ist im Wald und in einem Abstand von bis zu 100 Metern zum Wald grundsätzlich verboten. Auch das Rauchen im Wald ist untersagt.
  • Fahrzeuge dürfen keinesfalls auf trockenem Gras, Wiesenstreifen oder Waldboden abgestellt werden. Heiße Fahrzeugteile, insbesondere der Katalysator, können die trockene Vegetation entzünden.
  • Zigarettenstummel dürfen niemals aus Fahrzeugen oder Zügen geworfen werden.
  • Ebenso darf kein Müll im Wald zurückgelassen werden. Glasscherben und andere Gegenstände stellen nicht nur eine Belastung für die Natur dar, sondern können die Brandgefahr zusätzlich erhöhen.
  • Waldwege, Zufahrten und Rettungswege müssen jederzeit freigehalten werden. Falsch abgestellte Fahrzeuge können im Ernstfall die Anfahrt der Feuerwehr behindern und wertvolle Zeit kosten.
  • Öffentliche Grillplätze und Feuerstellen im Zuständigkeitsbereich des Forstamts können ab Waldbrandgefahrenstufe 4 vorsorglich gesperrt werden. Darüber hinaus können besonders gefährdete Waldgebiete durch die Forstbehörden zeitweise vollständig gesperrt werden. Entsprechende Hinweise und Verbote sind unbedingt zu beachten.

Bei Rauch oder Feuer sofort die 112 wählen!

Wer Rauch, Feuerschein oder einen Brand im Wald beziehungsweise auf einer trockenen Fläche bemerkt, muss unverzüglich den Notruf 112 verständigen.

Für eine schnelle und gezielte Alarmierung benötigen die Einsatzkräfte möglichst genaue Angaben:

  • Wo befindet sich der Brand?
  • Was brennt?
  • Wie groß ist das Feuer?
  • Sind Menschen oder Tiere gefährdet?
  • Aus welcher Richtung ist die Brandstelle erreichbar?

Wer den Notruf absetzt, sollte für Rückfragen erreichbar bleiben und die Anweisungen der Leitstelle befolgen.

Eigene Löschversuche dürfen nur bei kleinen Entstehungsbränden und ausschließlich dann unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Gesundheit besteht. Bringen Sie sich niemals selbst in Gefahr. Feuer und Rauch können sich schnell und unberechenbar ausbreiten.

Jeder Einzelne kann Waldbrände verhindern

Auch in der Region um Bad Salzungen ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Waldbränden gekommen. Solche Einsätze können schnell umfangreiche Kräfte von Feuerwehr, Forst, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen binden.

Waldbrände verursachen nicht nur erhebliche wirtschaftliche und ökologische Schäden. Sie bedrohen den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und können durch Rauch, Hitze und eine schnelle Brandausbreitung auch Menschenleben gefährden.

Die Feuerwehr Bad Salzungen appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger: Handeln Sie umsichtig, beachten Sie Verbote und melden Sie verdächtige Rauchentwicklungen frühzeitig. Bitte sprechen Sie auch andere Menschen freundlich an, wenn Sie ein gefährliches Verhalten beobachten.

Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe wird täglich aktualisiert und kann auf der Internetseite von ThüringenForst abgerufen werden.

Am Freitag, dem 24. Juli, wurden unsere Kameraden der Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte um 15:01 Uhr zu einem Waldbrand außerorts im Bereich eines Waldweges an der Straße „Luxenburg“ alarmiert. Ein Anrufer hatte schwarzen Rauch aus dem Waldgebiet wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt.

Vor Ort brannten auf einer Fläche von rund 225 Quadratmetern trockenes Gestrüpp sowie Teile des Waldbodens. Die Brandstelle befand sich an einem schwer zugänglichen Steilhang. Um ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle zu fördern, musste eine etwa 300 Meter lange Schlauchleitung verlegt werden.

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des steilen Geländes und der körperlich anspruchsvollen Bedingungen besonders kräftezehrend. Zur sicheren Durchführung der Maßnahmen mussten sich die eingesetzten Feuerwehrleute mit spezieller Ausrüstung gegen Absturz sichern.

Drei durch das Feuer beschädigte Bäume wurden gefällt, da von ihnen eine Gefahr für die Einsatzkräfte und das umliegende Waldgebiet ausging. Ein zuständiger Förster unterstützte die Maßnahmen vor Ort.

Die Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte war mit vier Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften im Einsatz. Der Einsatz konnte gegen 18:30 Uhr beendet werden.

Für die Kameradinnen und Kameraden war es bereits der dritte Einsatz an diesem Freitag. Bereits in der Nacht gegen 03:30 Uhr brannte ein Gebüsch am Burgsee. Am Nachmittag folgte zudem eine Auslösung der Brandmeldeanlage in einer Schule in Bad Salzungen. Damit waren unsere Einsatzkräfte über den gesamten Tag hinweg stark gefordert.

Aufgrund starker Regenfälle wurden wir im Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen Langenfeld und Hohleborn zu insgesamt 14 wetterbedingten Einsätzen alarmiert.

Wir pumpten vollgelaufene Keller aus, beseitigten Überschwemmungen und entfernten umgestürzte Bäume. Zudem reinigten und sperrten wir mehrere Fahrbahnabschnitte, die durch angeschwemmten Schlamm verunreinigt worden waren.

Am Donnerstag wurden wir zu einer Ölspur im Stadtgebiet von Bad Salzungen alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt stellte sich heraus, dass die Verunreinigung deutlich größer war als zunächst angenommen. Daher forderten wir weitere Einsatzkräfte aus den Ortsteilen zur Unterstützung an.

Die Ölspur erstreckte sich von der Hersfelder Straße bis nach Frauensee. Wir sicherten die betroffenen Bereiche, brachten Ölbindemittel auf und nahmen die gebundenen Betriebsstoffe anschließend auf.

Zum Schutz unserer Einsatzkräfte mussten einzelne Straßenabschnitte zeitweise vollständig gesperrt werden. Dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Wir bedanken uns bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Geduld.

 

Ein erlebnisreiches und abwechslungsreiches Wochenende liegt hinter der Jugendfeuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte. Gemeinsam mit vielen weiteren Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis nahmen unsere Kinder und Jugendlichen am diesjährigen Kreiszeltlager teil und konnten zahlreiche spannende Momente erleben.

Bereits am Mittwoch begann für die Betreuerinnen und Betreuer die Vorbereitung des Zeltlagers. Ab 16:00 Uhr wurde gemeinsam der Lagerplatz aufgebaut. Zelte wurden errichtet, die Unterkunft vorbereitet und alles organisiert, damit die Kinder am nächsten Tag beste Bedingungen vorfinden konnten. Ein herzliches Dankeschön gilt bereits an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern, die ihre Freizeit investiert haben, um den Kindern und Jugendlichen ein tolles Wochenende zu ermöglichen.

Am Donnerstag ab 16:00 Uhr reisten schließlich die Kinder und Jugendlichen an. Nach dem Einrichten der Zelte und dem ersten Kennenlernen der Umgebung begann für alle ein spannendes Wochenende voller Spiel, Spaß und Gemeinschaft.

Ein besonderer Höhepunkt des Zeltlagers war der Freitag. Am Vormittag fand der kreiseigene Wettkampf statt, bei dem unsere Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis stellte. Mit viel Teamgeist, Motivation und Einsatz meisterten unsere Gruppen die verschiedenen Aufgaben.

Am Samstag stand außerdem die Abnahmen der Leistungsabzeichen in der Altersklasse 6 bis 9 Jahre sowie der Jugendflammen. Unsere Nachwuchs zeigte dabei hervorragende Leistungen. Gleich vier Kinder konnten erfolgreich das Leistungsabzeichen in Silber ablegen. Ein weiteres Kind erreichte sogar das Leistungsabzeichen in Gold – eine großartige Leistung, auf die alle sehr stolz sein können.

Auch bei den Jugendflammen gab es Grund zur Freude: Zwei Kids absolvierten erfolgreich die Jugendflamme Stufe 1 und konnte damit einen weiteren wichtigen Schritt in seiner feuerwehrtechnischen Ausbildung machen.

Für die Kinder und Jugendlichen, die an diesem Tag keine Leistungsabzeichen ablegten, wurde ebenfalls ein interessantes Programm angeboten. Durch den Besuch des Technischen Hilfswerks sowie der Bundeswehr erhielten sie spannende Einblicke in die Arbeit der beiden Organisationen. Die ausgestellten Fahrzeuge, Geräte und Vorführungen sorgten für großes Interesse und viele neue Eindrücke.

Ein weiterer Programmpunkt war die traditionelle Nachtwanderung. Auch hier waren unsere Gruppen mit viel Begeisterung dabei. In der Altersklasse der jüngsten Teilnehmer erreichte unsere Mannschaft einen hervorragenden 6. Platz. In der Altersklasse von 10 bis 18 Jahren belegten unsere Gruppen den 14. sowie den 16. Platz.

Am Samstagabend wartete dann noch ein ganz besonderes Highlight auf alle Kids. Bei der großen Abschlussdisco wurde ausgelassen getanzt, gelacht und gemeinsam gefeiert. Die Disco kam bei den Kindern und Jugendlichen hervorragend an und bildete einen gelungenen Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes.

Am Sonntag hieß es schließlich Abschied nehmen. Gemeinsam wurden die Zelte und das gesamte Lager abgebaut, bevor die Heimreise angetreten wurde. Trotz der anstrengenden Tage waren sich alle einig: Das Kreiszeltlager war ein voller Erfolg. Die Kinder und Jugendlichen hatten jede Menge Spaß, sammelten viele neue Erfahrungen, stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Jugendfeuerwehr und knüpften neue Freundschaften.

Die Vorfreude auf das nächste gemeinsame Abenteuer ist bereits groß. Besonders freuen sich alle schon auf das stadtinterne Zeltlager im Jahr 2027, bei dem es sicherlich wieder viele schöne gemeinsame Erlebnisse geben wird.

Zum Abschluss möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen Betreuerinnen und Betreuern bedanken. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Geduld und ihr Engagement wäre ein solches Wochenende nicht möglich gewesen.

Autor: Rico Spaniol

Seit vergangenem Wochenende wütet auf einem ehemaligen Kohletagebaugelände bei Meuselwitz (Ortsteil Mumsdorf, Altenburger Land) ein großflächiger Vegetations- und Waldbrand. Aufgrund der extremen Trockenheit und der schwierigen Lage vor Ort wurde am vergangenen Mittwoch der Einsatzzug Wasser des Wartburgkreises @wartburgkreis zur Unterstützung alarmiert.

Nach einer gemeinsamen Lageeinweisung am Morgen im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Immelborn verlegte die Katastrophenschutzeinheit geschlossen in das Einsatzgebiet. Wir als Feuerwehr Bad Salzungen stellten bei diesem fordernden Einsatz den Einsatzleitwagen (ELW) inklusive Besatzung sowie den Zugführer für den Einsatzzug. Zusammen mit den Kräften aus Barchfeld, Immelborn, Marksuhl, Mihla und Eisenach rückten wir in den Bereitstellungsraum vor.

Der Einsatz verlangte Mensch und Material alles ab und war von mehreren Planänderungen geprägt: Zunächst zwang ein aufziehendes Gewitter die Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen zum vorübergehenden Rückzug, woraufhin die Brandbekämpfung über stationäre Sprinkler fortgeführt wurde. Gegen 18:00 Uhr sorgte dann ein technischer Defekt am zentralen Hydranten für einen kompletten Ausfall der Löschwasserversorgung.

Die gefährlichste Lageänderung folgte jedoch kurz vor dem geplanten Abmarsch gegen 21:30 Uhr: Durch die enorme Hitze im Boden trat vermutlich giftiges Schwefeldioxid aus, erkennbar an einer orangefarbenen Rauchentwicklung. Wegen der akuten Vergiftungsgefahr mussten die Leitungen umgehend zurückgebaut und der Bereich verlassen werden.

Gegen Spätnachmittag bzw. in den späten Abendstunden endete dieser intensive Einsatz für unsere Kräfte. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Feuerwehren des Einsatzzuges sowie den örtlichen Hilfsorganisationen für die starke und reibungslose Zusammenarbeit unter schwierigen Bedingungen!

Am Montagmittag gegen 13:00 Uhr wurden wir zu einem Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 285 im Bereich Langenfelder Wald alarmiert. Im Kurvenbereich kam es zu einer Kollision zwischen zwei PKW.

Beim Eintreffen unserer ersten Einsatzkräfte bot sich ein Trümmerfeld über beide Fahrspuren. In den beiden Fahrzeugen befanden sich insgesamt drei beteiligte Personen. Die schwerverletzte 19-jährige Fahrerin sowie ein leichtverletztes älteres Ehepaar wurden umgehend durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt.

Aufgrund der unübersichtlichen Lage im Waldgebiet und der vollständigen Blockierung der Fahrbahn sperrten wir die B 285 in enger Absprache mit der Polizei voll. Wir bauten unverzüglich Brandschutzmaßnahmen auf. Parallel klemmten wir die Fahrzeugbatterien ab, um die Fahrzeuge stromlos zu schalten. Durch die Wucht des Aufpralls traten Betriebsmittel der Fahrzeuge aus. Diese umweltgefährdenden Stoffe haben wir mittels Bindemittel gebunden und aufgenommen.

Die Einheiten der Wache 1 und 2 arbeiteten Hand in Hand zusammen. Insgesamt waren wir mit 18 Einsatzkräften der Feuerwehr vor Ort gebunden, der Rettungsdienst war mit 10 Kräften im Einsatz.

Am Sonntagnachmittag gegen 13:30 Uhr wurden wir gemeinsam mit den Feuerwehren der Region zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 62 alarmiert. Zwischen dem Abzweig Leimbach und dem Kreisel Hämbach waren drei Personenkraftwagen kollidiert. Uns bot sich vor Ort ein weites Trümmerfeld; mehrere Personen waren in den völlig zerstörten Wracks massiv eingeklemmt.

Nach dem Eintreffen unserer ersten Fahrzeuge leiteten wir in enger Absprache mit dem Rettungsdienst umgehend die patientengerechte Rettung ein.

Zur Befreiung der schwerst eingeklemmten Personen setzten wir hydraulische Schere und Spreizer sowie Rettungszylinder ein, um Zugangs- und Befreiungsöffnungen an den Fahrzeugwracks zu schaffen. Parallel zu den Rettungsmaßnahmen stellten wir den dreifachen Brandschutz an der Einsatzstelle sicher, klemmten die Fahrzeugbatterien ab und bunden auslaufende Betriebsstoffe. Gemeinsam mit den Kräften der Polizei sperrten wir die B62 für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie für die anschließende Unfallrekonstruktion komplett ab.

Aufgrund der hohen Anzahl an Schwerstverletzten wurde ein Großaufgebot an Helfern an der Einsatzstelle koordiniert. Insgesamt waren 103 Einsatzkräfte vor Ort, davon 65 Angehörige der Feuerwehren und 38 Kräfte des medizinischen Bereichs.

Neben der hohen physischen und psychischen Intensität des Einsatzes forderte die extreme Sommerhitze unseren Kräften alles ab. Unter der schweren Schutzkleidung kollabierten im Einsatzverlauf leider zwei Feuerwehrangehörige mit Kreislaufproblemen. Sie wurden umgehend medizinisch versorgt und in eine Klinik gebracht.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Salzungen, Hannes Knott, verschaffte sich vor Ort direkt ein Bild von der Lage, erkundigte sich nach unserem Zustand und sicherte uns sowie den betroffenen Wehren die vollste Unterstützung zu.

Zur Aufarbeitung der schweren Eindrücke forderten wir ein sechsköpfiges Kriseninterventionsteam (KIT) an, welches die psychosoziale Notfallversorgung der sichtlich beanspruchten Retter sowie der Betroffenen übernahm.

Am Samstag, den 09. Mai, führte die Feuerwehr Bad Salzungen – Wache 1 einen umfangreichen Ausbildungstag mit insgesamt 27 Kameradinnen und Kameraden durch. Dienstbeginn war um 08:00 Uhr an der Feuerwache. Nach einem gemeinsamen Frühstück erfolgte die Einteilung in den Tagesablauf. Zudem wurde die Gelegenheit genutzt, den Kameraden die neue zukünftige Alarm-App kurz vorzustellen.

Im Anschluss ging es in das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) nach Immelborn, wo dankenswerterweise der Übungsturm sowie die Baracke des ehemaligen Tierheims genutzt werden konnten.

Vor der Mittagspause standen mehrere Ausbildungsstationen auf dem Programm. Dabei wurden unter anderem die Rettung von Personen aus Höhen mit und ohne Drehleiter-Rettungskorb, die Nutzung des Digitalfunks einschließlich des Einrichtens eines Repeaters sowie Schlauchmanagement und der Umgang mit Schlauchpaketen trainiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Einsatz von Strahlrohren und verschiedenen Strahlrohrtechniken, insbesondere dem Umgang mit Hohlstrahlrohren.

Nach dem praktischen Ausbildungsteil ging es zurück zur Feuerwache. Dort wartete nach einer kurzen Pause bereits das Mittagessen. Wie bereits am Morgen sorgten Bärbel und Margrit vom Feuerwehrverein erneut für die Verpflegung. Für die langjährige Unterstützung bei zahlreichen Veranstaltungen und Ausbildungstagen gilt beiden ein herzlicher Dank.

Am Nachmittag stand die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im Mittelpunkt. In verschiedenen Stationen konnten die Einsatzkräfte die vorhandene Ausrüstung kennenlernen und praktisch ausprobieren. Dazu gehörten unter anderem Faltbehälter, Löschrucksäcke sowie spezielle Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung. Sämtliche Geräte wurden überprüft und im praktischen Einsatz getestet.

Parallel dazu bereitete die Wehrleitung eine abschließende Zugübung vor. Als Übungsobjekt diente der hintere Bereich der Feuerwache im ehemaligen Bauhof in der Charlottenstraße. Simuliert wurde eine starke Rauchentwicklung in einer größeren Büroetage. Neben der Brandbekämpfung stand insbesondere die Suche und Rettung einer vermissten Person im Vordergrund.

Mehrere Trupps konnten die vermissten Personen zügig lokalisieren und unter anderem mithilfe der Drehleiter sowie über Fluchthauben ins Freie bringen.

Insgesamt war der Ausbildungstag ein voller Erfolg und bot den Teilnehmenden zahlreiche Möglichkeiten, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und neue Techniken praktisch zu trainieren. Ein großer Dank gilt allen Ausbilderinnen und Ausbildern für die Vorbereitung, Unterstützung und Durchführung des Tages.

Nach dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen, Geräten und Mannschaft endete der offizielle Ausbildungsteil gegen 17:00 Uhr. Beim anschließenden gemeinsamen Grillen ließ man den Tag in kameradschaftlicher Runde ausklingen.

Für einige Einsatzkräfte blieb es jedoch nicht lange ruhig: Kurze Zeit später wurde die Feuerwehr zu einer Hilfeleistung in den Rathenau-Park alarmiert. Dort musste gemeinsam mit dem Feuerwehr-Imker ein Bienennest in kritischer Höhe entfernt werden.