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Datum: 28. Juni 2026 um 13:29 Uhr
Alarmierungsart: Alarm-App, Funkmeldeempfänger
Dauer: 6 Stunden 1 Minute
Einsatzart: Hilfeleistung
Einsatzort: B62 / Ortsumfahrung Leimbach
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Abschleppdienst, Christoph 60 (RTH), Christoph 70 (RTH), Christoph Thüringen (ITH), DRK – Kriesenintervention (KIT), DRK – Schnelleinsatzgruppe Immelborn, Einsatzleitdienst LRA (A-Dienst), Feuerwehr Leimbach, Florian Warburgkreis 04-1 (KBM), Florian Wartburgkreis 01 (KBI), Polizei, Rot Kreuz Bad Salzungen 08 (OLRD), Rot Kreuz Bad Salzungen 5/82/1, Rot Kreuz Bad Salzungen 5/83/1, Rot Kreuz Bad Salzungen 6/83/1, Rot Kreuz Bad Salzungen 7/83/1, Rot Kreuz Bad Salzungen 7/83/2, Rot Kreuz Eisenach 08 (OLRD), Rot Kreuz Eisenach 1/82/1, Rot Kreuz Eisenach 1/83/1, Rot Kreuz Eisenach 2/83/1, Rot Kreuz Wartburgkreis 08 (LNA)


Einsatzbericht:

Am Sonntagnachmittag gegen 13:30 Uhr wurden wir gemeinsam mit den Feuerwehren der Region zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 62 alarmiert. Zwischen dem Abzweig Leimbach und dem Kreisel Hämbach waren drei Personenkraftwagen kollidiert. Uns bot sich vor Ort ein weites Trümmerfeld; mehrere Personen waren in den völlig zerstörten Wracks massiv eingeklemmt.

Nach dem Eintreffen unserer ersten Fahrzeuge leiteten wir in enger Absprache mit dem Rettungsdienst umgehend die patientengerechte Rettung ein.

Zur Befreiung der schwerst eingeklemmten Personen setzten wir hydraulische Schere und Spreizer sowie Rettungszylinder ein, um Zugangs- und Befreiungsöffnungen an den Fahrzeugwracks zu schaffen. Parallel zu den Rettungsmaßnahmen stellten wir den dreifachen Brandschutz an der Einsatzstelle sicher, klemmten die Fahrzeugbatterien ab und bunden auslaufende Betriebsstoffe. Gemeinsam mit den Kräften der Polizei sperrten wir die B62 für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie für die anschließende Unfallrekonstruktion komplett ab.

Aufgrund der hohen Anzahl an Schwerstverletzten wurde ein Großaufgebot an Helfern an der Einsatzstelle koordiniert. Insgesamt waren 103 Einsatzkräfte vor Ort, davon 65 Angehörige der Feuerwehren und 38 Kräfte des medizinischen Bereichs.

Neben der hohen physischen und psychischen Intensität des Einsatzes forderte die extreme Sommerhitze unseren Kräften alles ab. Unter der schweren Schutzkleidung kollabierten im Einsatzverlauf leider zwei Feuerwehrangehörige mit Kreislaufproblemen. Sie wurden umgehend medizinisch versorgt und in eine Klinik gebracht.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Salzungen, Hannes Knott, verschaffte sich vor Ort direkt ein Bild von der Lage, erkundigte sich nach unserem Zustand und sicherte uns sowie den betroffenen Wehren die vollste Unterstützung zu.

Zur Aufarbeitung der schweren Eindrücke forderten wir ein sechsköpfiges Kriseninterventionsteam (KIT) an, welches die psychosoziale Notfallversorgung der sichtlich beanspruchten Retter sowie der Betroffenen übernahm.