Gestern Abend wurden wir zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand mit Menschenleben in Gefahr alarmiert. Bei Ankunft an der Einsatzstelle konnte eine leichte Rauchentwicklung wahrgenommen werden. Wir kontrollierten das Haus mit zwei Trupps unter schwerem Atemschutz sowie mit der Drehleiter. Glücklicherweise konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Es handelte sich um einen Schwelbrand an einem Abgasrohr eines Ofens. Die Trupps bauten das betroffene Rohr und den Lüfter ab und kühlten den Bereich mit einem D-Rohr. Anschließend wurde die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und konnte danach an den Besitzer übergeben werden.

Der Wetterumschwung am Samstagabend sorgte für starke Gewitter und reichlich Wassermassen um Bad Salzungen. So kam es, dass im Ortsteil Oberrohn durch den Starkregen Schlammmassen von den Feldern auf mehrere Straßen gespült wurden und Keller vollliefen. Die ortsansässige Feuerwehr Oberrohn sowie die Feuerwehren aus Möhra und Ettenhausen versuchten, die Schlammmassen zu beseitigen, und begannen mit den Aufräumarbeiten. Aufgrund der großen Menge an Schlamm wurden Radlader beschafft und die Feuerwehren aus Bad Salzungen Stadtmitte und Tiefenort mit Tanklöschfahrzeugen nachalarmiert, um die Straßen wieder befahrbar zu machen. Die Einsatzkräfte waren bis in die Nacht vor Ort, weshalb die Kreisstraße zwischen Oberrohn und Möhra für mehrere Stunden voll gesperrt war.

Am Ostersonntag, den 20. April trafen sich um 10 Uhr insgesamt 35 Kinder der Jugendfeuerwehr Bad Salzungen zu einem gemeinsamen Wandertag. Startpunkt war das Gerätehaus der Feuerwehr. Von dort aus wanderte die Gruppe nach Kaiseroda zum Wanderparkplatz.

In Kaiseroda gab es eine kleine Trinkpause, bevor es über die schönen Werrawiesen wieder zurück zum Gerätehaus ging. Dort angekommen, hatten die Kameradinnen und Kameraden beriets alles  für ein gemütliches Grillen vorbereitet. Nach einer Stärkung wartete noch eine besondere Überraschung: Auf dem Gelände der Feuerwehr waren für alle Kinder ein Ostergeschenk versteckt.

Ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Helfer, die diese Aktion unterstüzt und möglich gemacht haben!

 

R.S

 

 

 

Am Samstag fand die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Tiefenort/Unterrohn und des Feuerwehrvereins Tiefenort e.V. statt.

Wehrführer Kevin Ritter begrüßte die Ehrengäste sowie alle anwesenden Mitglieder aller Abteilungen der Feuerwehr Tiefenort/Unterrohn. In seinem Bericht blickte er auf ein arbeitsintensives und einsatzreiches Jahr 2024 zurück.

Im Jahr 2024 waren 50 Einsatzkräfte in der Feuerwehr Tiefenort/Unterrohn aktiv. Hinzu kommen 18 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2.248 Stunden standortbezogene Ausbildung geleistet. Hinzu kommen knapp 1.100 Stunden durch Lehrgänge, die auf Kreisebene oder an der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Bad Köstritz absolviert wurden sowie 1.064 Einsatzstunden. 2024 rückte die Feuerwehr Tiefenort zu insgesamt 63 Einsätzen aus. Die Einsätze gliedern sich in 15 Brandeinsätze und 48 Hilfeleistungseinsätze. Besonders herausfordernd waren die Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem Hämbacher Kreisel sowie 7 Sturmeinsätze in der Nacht zum 25.08.2024. Ein Wohnungsbrand mit einer Person in Gefahr, die psychisch beeinträchtigt und potenziell gewalttätig war sowie ein Arbeitsunfall in Leimbach, bei dem sich ein Mitarbeiter die Hand in einer CNC-Fräsmaschine eingeklemmt hat, forderten den Kameraden alles ab. Mit der Beschaffung eines neuen HLF 10, welches Ende des Jahre 2024 beauftragt wurde, wurde zudem ein wichtiger Schritt in die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit der Wehr getan.

Jugendwart Ricardo Siebert stellte in seinem Jahresbericht die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr vor. Insgesamt besuchen 17 Kinder regelmäßig die Ausbildung der Jugendfeuerwehr und nehmen an den angebotenen Veranstaltungen teil. Insgesamt wurden ca. 100 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung geleistet.

In den Grußworten bedankten sich die Ehrengäste für die geleistete Arbeit im letzten Jahr und lobten die personell gut aufgestellte, auf hohem Niveau ausgebildete und hochmotivierte Mannschaft! Auch der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Tiefenort e.V. Stefan Hill blickte auf das vergangene Jahr zurück. Höhepunkte waren die Teilnahme an einer Baumpflanzaktion des Forstamtes Bad Salzungen, die Teilnahme am Frühjahrsputz im Ortsgebiet gemeinsam mit der Kirmesgesellschaft sowie der Vereinswandertag. Darüber hinaus unterstützte der Feuerwehrverein die Einsatzabteilung bei der Absicherung und Organisation einiger Veranstaltungen sowie bei der Beschaffung von Einsatzmaterial.

 

Auszeichnung:

Ehrennadel des Feuerwehrverbandes:  Steffen Heller

 

Ehrungen:

25 Jahre Feuerwehrdienst:  Marcel Borrs

 

Beförderungen:

Oberfeuerwehrmann:  Jonas Finger

Hauptfeuerwehrmann:  Emilio Senf

Löschmeister:  Jessica Munk, Nicholas Klossek, Johannes Wohlfahrt

Oberlöschmeister:  Kevin Ritter

 

Bestellung zum Gruppenführer:  Johannes Wohlfahrt

Bestellung zum Zugführer:  Kevin Ritter

 

 

In Frauensee soll die alte Scheune am Dorfplatz mit erheblichen Fördermitteln umgebaut werden. Die alte Scheune soll als Feuerwehrgerätehaus mit großem und barrierefreiem Schulungsraum umgebaut werden, der aber auch für Bürgerveranstaltungen genutzt werden kann.

Die gut ausgestattete Feuerwehr Frauensee ist unverzichtbar, auch um die Hilfsfristen einhalten zu können. Die 26 Mann starke Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr brauchen schon lange bessere Bedingungen um gut ausbilden und Hilfe leisten zu können. Die räumlichen Bedingungen für die Feuerwehr in den Garagen entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Ebenso bestand Handlungsbedarf, da man über den Hof zu den Sanitär- und Umkleideräumen gehen musste. Dies soll mit dem Umbau bald der Vergangenheit angehören.

Am heutigen Nachmittag wurde die Stützpunktfeuerwehr Bad Salzungen mit dem Rüstwagen und dem Gerätewagen mit dem Rüstsatz Bahn zu einem Unfall mit einem Triebwagen auf der Bahnstrecke Immelborn in Richtung Breitungen gerufen. Der Unfall war so schwer, dass für die Person jede Hilfe zu spät kam. Nachdem der Notfallmanager der Deutschen Bahn die Evakuierung des Zuges veranlasst hatte, unterstützten wir mit dem Rüstsatz Bahn beim Transport des Gepäcks auf dem Gleis. Da die Feuerwehr Immelborn die Fahrgäste zum Bahnhof transportierte, übernahmen wir mit dem Gerätewagen den Transport der Gepäckstücke der Fahrgäste. Die Bahnstrecke musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Das Kriseninterventionsteam nahm noch an der Einsatzstelle seine Arbeit auf.

Das alte Löschgruppenfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte hat 30 Jahre durchgehalten. Nun hat der Wartburgkreis 480 000 Euro in neue Technik gesteckt – sehr zur Freude der Einsatzkräfte, die bei der Ausstattung mitreden durften.

Zwei Jahre hat man diesen Moment vorbereitet und herbeigesehnt: Am 12. Dezember rollte das nagelneue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 auf den Hof der Stützpunktfeuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte. Dort hatten sich viele Kameraden versammelt, um das Fahrzeug in Empfang zu nehmen und zu bestaunen.

Auch zur offiziellen Übergabe der neuen Technik am Mittwochnachmittag waren Mitglieder der Feuerwehr gekommen – diesmal vor allem aus der Alters- und Ehrenabteilung. Landrat Michael Brodführer (CDU) vollzog den symbolischen Akt, indem er den Fahrzeugschlüssel an Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler), Stadtbrandinspektor Jörg Krause und Kreisbrandinspektor Christian Grebe überreichte. Denn die Rechnung für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug hat der Landkreis beglichen. Der Neuzugang der Bad Salzunger Feuerwehrflotte ist in erster Linie für überörtliche Einsätze im Kreisbrandabschnitt von der Krayenberggemeinde bis nach Bad Liebenstein gedacht. Dass man vor zwei Jahren den Kauf eines solchen Fahrzeuges anleierte, war dringend notwendig. Denn das alte Löschgruppenfahrzeug hat 30 Jahre auf dem Buckel. Auch wenn Gerätewart Manfred Hugk und später sein Nachfolger Michel Seltitz es sorgfältig pflegten, „hat es das Ende seiner Nutzungszeit erreicht“, erklärte Bürgermeister Klaus Bohl. Nun sei man dem Landkreis sehr dankbar, dass in neue Technik investiert wurde. Mit der kompletten Ausstattung mussten immerhin 480 000 Euro hingeblättert werden, wovon das Land Thüringen einen Zuschuss in Höhe von 200 000 Euro leistete.

Nach der Berufsfeuerwehr Eisenach ist die Bad Salzunger Feuerwehr Stadtmitte die Wehr mit den meisten Einsätzen im Wartburgkreis – und das im Ehrenamt. 274 Mal mussten die Kameraden im vergangenen Jahr ausrücken. „Das ist eine enorme Anzahl“, so Bohl. Dahinter stecken 3600 Einsatzstunden.„Das ist eine Leistung, die man nicht hoch genug würdigen kann“, zollte der Bürgermeister den Kameraden Respekt. Auch in der Nachwuchsgewinnung ist die Wehr stark. „Wir haben 50 Mitglieder, darunter acht Mädchen. Das ist wirklich gut und kommt nicht von alleine“, weshalb der Dank des Bürgermeisters an Jugendfeuerwehrwart Rico Spaniol ging.

Die Stadt Bad Salzungen wird ihre Feuerwehr weiter unterstützen. In den nächsten ein bis zwei Jahren erhalten die Kameraden mehr Platz. Wenn der Bauhof nach Langenfeld ins Gewerbegebiet umgezogen ist, werden die alten Räumlichkeiten für die Feuerwehr umgebaut. Darüber sei man sich im Stadtrat einig, so Bohl.

Für Michael Brodführer ist es die erste Fahrzeugübergabe, seit er das Amt des Landrates übernommen hat. Deshalb sei er sehr gerne gekommen. „Das Thema Sicherheit lassen wir uns etwas kosten“, so Brodführer, der die Strukturen im Landratsamt gerade etwas verändert und den Brand- und Katastrophenschutz unter seine Fittiche nimmt. Er weiß es zu schätzen, dass die ehrenamtlich tätigen Kameraden viele Stunden ihrer Freizeit für die Feuerwehrarbeit opfern. „Ich lege größten Wert darauf, dass diejenigen, die Verantwortung übernehmen und sich in Risiken begeben, die entsprechende Wertschätzung erfahren.“

Stadtbrandmeister Jörg Krause bedankte sich im Namen der Kameraden für die neue Technik. Dass man die Verantwortlichen vor Ort bei der Kaufentscheidung mit einbezogen habe, freue ihn besonders.

Kreisbrandinspektor Christian Grebe wünschte den Kameraden möglichst wenig Einsatz und „dass ihr immer gesund zurückkehrt“. Mit Michael Brodführer, versicherte er, habe man einen Landrat, der einen ganz besonderen Bezug zum Feuerwehrwesen habe. „Er weiß genau, wo den Gemeinden in Sachen Unterstützung beim Brandschutz der Schuh drückt“, so der Kreisbrandinspektor.

Daten und Fakten

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20
bietet Platz für eine Einsatzgruppe (neun Kameraden), hat 320 PS und wiegt 15 Tonnen. Es verfügt über eine Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000 und einen fest eingebauten Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 2000 Litern.

Besonderheiten sind
Navigationsgerät mit Einsatzzielführung; Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum; hydraulisches Rettungsgerät mit umfangreichem Zubehör; fest angebauter LED-Lichtmast; fest eingebauter BioVersal-Tank mit Zumischanlage; Hygieneboard; Hebekissensystem; 9-kva Stromerzeuger und ein Frontsprühbalken mit BioVersal-Zumischanlage

Die Feuerwehr Stadtmitte
verfügt über 70 Einsatzkräfte, davon zehn Frauen; eine Jugendwehr mit 50 Mitgliedern (acht Mädchen) sowie eine Alters- und Ehrenabteilung mit 41 Kameraden.

Quelle: insuedthueringen.de | Susanne Möller

Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr wurde die Drehleiter der Stützpunktfeuerwehr Bad Salzungen zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren zu einem Brand auf dem Recyclinggelände in Merkers gerufen. Mitten auf dem Schrottplatz war ein Schrotthaufen in Brand geraten. Mit der Drehleiter und dem Wenderohr wurde der Brand von oben bekämpft, mehrere C-Rohre wurden um den Haufen herum vorgenommen, während zwei Greifer den Haufen auseinander zogen. Die Löschwasserversorgung erfolgte über eine Langewegstrecke aus einer Zisterne. Die beiden Tanklöschfahrzeuge aus Bad Salzungen sowie das Tanklöschfahrzeug aus Tiefenort wurden nachgefordert, um das Löschwasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle zu transportieren.

Die SEG Tiefenort stand während des Einsatzes zur medizinischen Absicherung und zur Sicherstellung der Verpflegung bereit. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Für die Feuerwehr Bad Salzungen war der zweite Einsatz an diesem Tag ebenfalls ein Verkehrsunfall. Diesmal waren in der Bahnunterführung zwischen Bad Salzungen und Unterrohn zwei PKW frontal zusammengestoßen, drei Personen wurden verletzt, die Erstversorgung erfolgte durch den Rettungsdienst. Die Einsatzstelle wurde abgesichert, ausgeleuchtet und der Brandschutz sichergestellt Auslaufende Betriebsstoffe wurden von den Einsatzkräften gebunden, die Fahrbahn von Trümmerteilen befreit und gereinigt. Durch die Vollsperrung kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in beiden Fahrtrichtungen.