Das vom Deutschen Wetterdienst angeküdigte Tief „Bennet“ wütete auch über Bad Salzungen. In der Burgseestrasse stürzte durch die starken Böen ein Baum um und fiel auf zwei parkende Fahrzeuge. Der eine Pkw erlitt vermutlich einen Totalschaden, wobei der andere hingegen nur leicht zu Schaden kam. Glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr in den Fahrzeugen. Für die Bergung des Baumes musste ein Lkw mit Ladekran geordert werden. Die Burgseestrasse war für die Dauer des Einsatzes unpassierbar. Die Polizei sperrte das Gebiet ab.

Weitere Alarmierungen wegen Bäumen die zu Fallen drohten folgten. Maßnhamen mussten jedoch nicht ergriffen werden, es wurde lediglich kontrolliert.

Am Mittwochabend ereilte die Rettungsleitstelle ein Notruf aus der Straße der Einheit. Ein Fahrzeug geriet, vermutlich aufgrund eines technischen Defektes in Vollbrand. Die Löschmaßnahmen wurden mit „Netzmittel“ und unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Da der Pkw über eine eingebaute Gasanlage verfügte, musste mit einem zweiten Rohr zusätzlich der verbaute Gastank gekühlt werden, um einem etwaigen Behälterzerknall vorzubeugen. Trotz der zügigen Löscharbeiten konnte ein Totalschaden des Fahrzeuges nicht verhindert werden.

Eine Ölspur, die sich durch die gesamte Ortslage Bad Salzungen, sowie des Moorgrundes zog musst auch außerhalb der Stadt beseitigt werden. Der Einsatz zog sich diesmal über sechs Stunden hin. Betroffen war der Ortsteil Langenfeld, Kloster und das Stadtgebiet sowie Die Strecke Grundhof Richtung Gräfennitzendorf. Aufgrund der nassen Straßenverhältnisse musste mit dem chemischen Bindemittel gearbeitet werden.

Streckenabschnitte waren zeitweise nur einseitig befahrbar, sodass es zu Verkehrsbehinderungen kam. Dies führte zu teilweisen Unverständnis bei den Verkehrsteilnehmern. In Langenfeld wurden sogar die Straßensperrungen missachtet und Einsatzkräfte verbal beschimpft.

Wir würden uns für unsere Arbeit ein bisschen mehr Verständnis, gerade von anderen Verkehrsteilnehmern wünschen.

Am Sonntagnachmittag kam es nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch in den umliegenden Gemeinden des Moorgrundes zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Ein Fahrzeug, das aus Richtung Etterwinden kam, verursachte eine Ölspur fast im gesamten Stadtgebiet. Durch das ausgelaufene Öl bestand akute Rutsch- und Umweltgefahr. Rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren unserer Stadt Bad Salzungen waren mehrere Stunden mit dem Binden des Öls beschäftigt. Hierbei kam aufgrund der Witterung ein chemisches Bindemittel zum Einsatz. Durch die Arbeiten auf der Straße kam es zu Behinderungen des fließenden Verkehrs. Der Verursacher konnte kurze Zeit später durch die Polizei ermittelt werden.

Weshalb die Betriebsstoffe aus dem Fahrzeug ausliefen, konnten wir nicht feststellen.

Auf der Bundesstraße 62 in Höhe der Werratalkaserne kollidierten zwei Fahrzeuge. Die Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte nahm Sicherungsmaßnahmen an der Einsatzstelle vor, stellte den Brandschutz sicher und musste die ausgelaufenen Betriebsstoffe binden. Zwei Personen wurden beim Unfallhergang leicht verletzt. Für die Dauer des Einsatzes kam es zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen. Zum Unfallhergang können wir keine Angaben machen.

Am Dienstagabend mussten Einsatzkräfte des Löschzuges Bad Salzungen Stadtmitte eine technische Hilfeleistung an einem Lastwagen mit Sattelauflieger durchführen. Ein großer Stein hatte sich zwischen die Räder geklemmt, sodass der Lkw fahruntüchtig geworden ist. Mit dem Hebekissensatz wurde der Auflieger angehoben und der 200 Kilo-Stein entfernt. An Fahrbahn und Bürgersteig entstand ein Sachschaden von rund 500 Euro.

Bei Dacharbeiten an einem Wohnhaus gerieten Dämmstoffe auf einem Balkon in Brand. Beim Eintreffen des Löschzuges war das Feuer bereits erloschen, es mussten lediglich Restlöscharbeiten vorgenommen werden. Die Nachkontrolle des Brandgutes erfolgte mit einer Wärmebildkamera. Im Einsatz waren rund 25 Rettungskräfte von Feuerwehr, DRK und Polizei. Die Burgseestraße war für die Dauer der Löscharbeiten nicht passierbar.

Ein Fahrzeug geriet in der Erzberger Allee in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht und ein Übergreifen der Flammen verhindert werden.

Erstmals wurden alle Feuerwehren der Stadt Bad Salzungen, besonders wegen den neu hinzugekommenen Ortsteilen zur gemeinsamen Einsatzübung in die Rehabilitations- und Vorsorgeklinik für Kinder und Jugendliche „Charlottenhall“ alarmiert.

Am Sonntagabend kam es zu einem Wohnhausbrand in Kupfersuhl (Moorgrund). Das Feuer wütete so heftig, sodass es nach ersten Erkenntnissen auf eine angrenzende Scheune und auf ein weiteres Wohnhaus übergriff. Alle drei Gebäude standen nach kurzer Zeit in Vollbrand, die Feuerwehr konnte dies leider nicht verhindern. Eine sofortige Nachalarmierung weiterer Löschmannschaften erfolgte prompt. Rund 100 Einsatzkräfte von zehn Freiwilligen Feuerwehren waren mit dem Löschen beschäftigt. Die Feuerwehr Bad Salzungen Stadtmitte unterstützte den Einsatz mit zwei Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter.

Mehrere Rettungswagen und Schnelleinsatzgruppen des DRK Bad Salzungen sowie der leitende Notarzt des Wartburgkreises und der zugehörige organisatorische Leiter Rettungsdienst versorgten die Geschädigten und standen für die Einsatzkräfte in Bereitschaft. Das Kriseninterventionsteam (KIT) des DRK hat noch am Ort des Geschehens die Arbeit aufgenommen.

Ein Hausbewohner und eine Familie mit zwei Kindern wurden zum Glück nicht verletzt. Trotzdem haben sie leider alles verloren.

Die Gemeinde Moorgrund bittet um Geld- und Sachspenden für die Geschädigten, die ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Geldspenden können auf das Konto der Gemeinde Moorgrund, IBAN DE DE30 8409 4754 0002 2949 23, Volks- u. Raiffeisenbank Bad Salzungen Schmalkalden, unter dem Stichwort – GEBÄUDEBRAND KUPFERSUHL – überwiesen werden.

Für Sachspenden steht Ihnen Frau Annelie Kost (An der Suhl 23, 36433 Kupfersuhl) unter der Telefonnummer 036925/90868 als Koordinatorin zur Verfügung.